German Masters 2026 in Mainz
Ein Nachbericht

Mit den DDV German Masters und den Deutschen Meisterschaften stand vom 19. bis 21. Juni in Mainz der sportliche Höhepunkt des deutschen Steeldartkalenders auf dem Programm. In der Halle 45 kamen die besten Spielerinnen und Spieler aus den Landesverbänden zusammen, um sich mit der nationalen Konkurrenz zu messen und die Deutschen Meisterinnen und Meister zu ermitteln.

Die Teilnahme an den DDV German Masters muss sich dabei über die Saison hinweg verdient werden. Die Startplätze werden von den Landesverbänden vergeben und richten sich nach den jeweiligen Qualifikationskriterien. Im HBDV erfolgte die Qualifikation über die Ranglistenturniere der Saison 2025/26. Darüber hinaus wurden zusätzliche Startplätze für die Damen- und Herrenkonkurrenz beim FTS-Endturnier ausgespielt.

 

Im Folgenden werfen wir einen Blick zurück auf das Wochenende in Mainz und die Erlebnisse der HBDV-Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Freitag, 19. Juni 2026

Bereits um 9:00 Uhr morgens machte sich die HBDV-Delegation gemeinsam mit dem Bus auf den Weg nach Mainz. Bei guter Stimmung und großer Vorfreude auf das bevorstehende Wochenende begann die Reise zur Deutschen Meisterschaft. Nach einer langen, aber angenehmen Fahrt wurde gegen 17:00 Uhr das Hotel Moguntia erreicht, das für die kommenden Tage als Unterkunft dienen sollte.

Nach dem Check-in und einer ersten gemeinsamen Teambesprechung teilte sich die Gruppe auf. Während ein Teil den Abend zur Erholung nutzte, machte sich ein anderer Teil bereits auf den Weg zur Halle 45, um erste Turnierluft zu schnuppern. Dort standen mit dem offenen Einzel sowie der Internationalen Deutschen Mixed-Doppelmeisterschaft bereits die ersten Wettbewerbe des Wochenendes auf dem Programm.

 

Bei der Internationalen Deutschen Mixed-Doppelmeisterschaft konnte sich der HBDV direkt über starke Ergebnisse freuen. Das Duo Lena Zollikofer und Bernd Borchers spielte sich bis auf den 5. Platz vor und verpasste den Sprung aufs Podium nur knapp. Noch erfolgreicher verlief das Turnier für Leonie Wendland und Rene Windeler. Mit einer überzeugenden Leistung kämpften sie sich bis ins Halbfinale vor und sicherten sich am Ende einen hervorragenden 3. Platz.

Samstag, 20. Juni 2026

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Teamentscheidungen.
Die Landesverbände aus ganz Deutschland schickten ihre besten Spielerinnen und Spieler ins Rennen, um die Deutschen Meistertitel im Mannschaftswettbewerbauszuspielen.

Der HBDV war dabei mit insgesamt vier Teams vertreten. Neben
zwei Herrenteams gingen auch zwei Damenteams an den Start und vertraten die Bremer Farben auf nationaler Bühne.

Für die HBDV-Teams begann das Turnier direkt in der Runde
der letzten 32. Dort mussten sich die beiden Zweitvertretungen ihren Gegnern geschlagen geben. Die Damen 2 unterlagen dem Team des NDV 1, während die Herren 2 gegen DVMV 1 ausschieden. Besonders knapp verlief die Begegnung der Herren, die erst im entscheidenden Teamgame verloren ging und damit nur hauchdünn den Einzug ins Achtelfinale verpasste.

Erfolgreicher verlief der Auftakt für die beiden Erstvertretungen. Die Damen setzten sich gegen BDV 3 durch und zogen ebenso in die nächste Runde ein wie die Herren, die sich gegen BWDV 2 behaupteten.

Im Achtelfinale war für die Herren gegen BDV 1 Endstation.
Die Damen konnten ihren Lauf hingegen fortsetzen und erreichten das Viertelfinale. Dort trafen sie auf SHDV 3. Nach einer ausgeglichenen Begegnung musste auch hier das Teamgame die Entscheidung bringen. Am Ende hatte der Gegner das glücklichere Händchen, sodass für die Titelverteidigerinnen im Viertelfinale Schluss war.

Sonntag, 21. Juni 2026

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Einzelentscheidungen. In den Damen-, Herren-, Jugend- und Para-Wettbewerben wurden die Deutschen Meisterinnen und Meister ermittelt.

Bereits vor dem ersten geworfenen Dart standen einige Ehrungen auf dem Programm. Aus den Reihen des HBDV wurden Lisa Zollikofer und Lena Zollikofer mit der Silbernadel des DDV ausgezeichnet. Lisa erhielt die Ehrung für den Gewinn von zwei WDF-Weltranglistenturnieren, Lena wurde für ihre zehn Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft geehrt.

Für einen besonders emotionalen Moment sorgte die Aufnahme von Andree Welge und Thomas „Shorty“ Seyler in die Hall of Fame des deutschen Dartsports. Insbesondere die posthume Ehrung von Shorty bewegte die Anwesenden in der Halle. Minutenlanger Applaus unterstrich die Bedeutung seines Wirkens für den deutschen Dartsport und sorgte bereits vor Turnierbeginn für einen bewegenden Auftakt des Finaltages.

Mit dem Turnierstart um 10:30 Uhr rückte das Geschehen an den Boards in den Mittelpunkt. Für die HBDV-Spielerinnen und Spieler begann damit die Jagd auf die deutschen Meistertitel in den verschiedenen Wettbewerben.

In den Para-Wettbewerben war der HBDV mit zwei Startern im Para Inclusio sowie einem Teilnehmer im Wettbewerb Para Classic – Stehend vertreten. Die Bremer Starter erreichten jeweils das Achtelfinale und belegten am Ende in ihren Kategorien einen geteilten 9. Platz.

Im Jugendwettbewerb war für die Bremer Teilnehmer an diesem Tag wenig zu holen. Erik von Berg und Lenny Schlüter belegten jeweils den 17. Platz.

Bei den Herren erzielte Kevin Plagmann das beste Bremer Ergebnis. Er erreichte die Runde der letzten 32 und belegte am Ende den 17. Platz.

Für die erfreulichste Nachricht des Tages sorgte jedoch Lena Zollikofer im Damenwettbewerb. Mit einem beeindruckenden Turnierverlauf spielte sie sich Runde für Runde durch das Teilnehmerfeld und krönte ihre Leistung mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels. Damit sicherte sie sich erstmals den Titel der Deutschen Meisterin und qualifizierte sich gleichzeitig als Titelverteidigerin direkt für die DDV German Masters 2027.

Mit der Siegerehrung der Damen und dem Titelgewinn von Lena fand das Wochenende aus Bremer Sicht seinen sportlichen Höhepunkt. Im Anschluss machte sich der gesamte HBDV-Tross auf den Rückweg in die Hansestadt. Nach einer langen, aber erfolgreichen Reise wurde gegen 1:00 Uhr nachts der Bremer Hauptbahnhof erreicht. Damit endete für die Bremer Delegation ein ereignisreiches Wochenende bei den DDV German Masters 2026 in Mainz, das mit zahlreichen Eindrücken, besonderen Momenten und dem Gewinn eines Deutschen Meistertitels in Erinnerung bleiben wird.